Wettspielordnung

des Golfclub Essen-Heidhausen e.V.


Allgemeines

Alle ausgeschriebenen Wettspiele werden nach:

  • dieser Wettspielordnung,
  • den Platzregeln des Golfclubs Essen-Heidhausen e.V.,
  • den Vorschriften des Spiel- und Wettspielhandbuchs des DGV („SWSH“),
  • den Offiziellen Golfregeln (einschl. Amateurstatut) des Deutschen Golf Verbandes e.V.,
  • dem EGA-Vorgabensystem und
  • den am Spieltag evtl. geltenden Sonderplatzregeln, ausgerichtet.

Bei Streitigkeiten über die Anwendbarkeit der, oder Verstöße gegen diese Wettspielordnung entscheidet die Spielleitung, deren Entscheidung auf schriftlichen Antrag eines Betroffenen Mitspielers/Bewerbers dem Vorstand zur abschließenden Entscheidung vorgelegt werden kann. Der Vorstand entscheidet sodann verbindlich, die Entscheidung des Vorstands ist nicht mehr anfechtbar.


Ausschreibung

Die vom Club für die Saison geplanten Wettspiele werden im Jahresspielplan veröffentlicht. Für Einzelheiten der Austragung ist eine spezielle Ausschreibung, die vor und während der Durchführung eines jeden Wettspiels veröffentlicht ist, verbindlich.

Aus ihr geht hervor:

  • die Art des Wettspiels,
  • die Kennzeichnung “offenes” oder “clubinternes” Wettspiel,
  • die Teilnahmeberechtigung,
  • die Vorgabewirksamkeit,
  • die Höhe des Nenngeldes,
  • Art und Anzahl der Preise
  • Aufteilung in Klassen
  • Tag des Wettspiels und Uhrzeit des Startbeginns,
  • Tag und Uhrzeit des Meldeschlusses,
  • die Spielleitung

Meldeliste

Gleichzeitig mit der Ausschreibung wird eine Meldeliste veröffentlicht, in welche sich Bewerber mit vollständigem Namen und Club- oder DGV-Vorgabe eintragen können. Bewerber, die keine Clubmitglieder sind, tragen außerdem ihren Heimatclub ein. In Abhängigkeit von der jeweiligen Ausschreibung können auch Meldungen zugelassen werden, die schriftlich, per Fax, per Telefon, per Email oder per Internet erfolgen. Bei wohlverstandenen grundsätzlichen Bedenken des Vereins bzw. des Vorstandes gegen die Zulassung eines Bewerbers zum Wettspiel (z.B. wegen schwerwiegenden sportlichen oder satzungsmäßigen Fehlverhaltens) kann der Vorstand des GCEH e.V., vertreten durch den Präsidenten und mindestens ein weiteres Mitglied des geschäftsführenden Vorstands, einen Bewerber im Einzelfall durch Beschluss von der Teilnahme am Wettspiel ausschließen. Ein Vermerk hierüber wird zu den Akten des Vereins genommen. Gegen diese Entscheidung kann der Bewerber schriftlich Widerspruch einlegen, über den der Gesamtvorstand in außerordentlicher Sitzung abschließend entscheidet.


Startliste

Nach Meldeschluss wird durch die Spielleitung in Zusammenarbeit mit dem Sekretariat eine Startliste bekannt gegeben und ins Internet gestellt, aus der

  • Name und Spielvorgabe der Bewerber,
  • die Startzeiten,
  • die Zusammenstellung der Flights,
  • die nach Vorgaben eingeteilten Klassen,

ersichtlich sind. Wunsch-Flights sind nicht möglich.


Nenngeld

Absagen und Streichungen der Bewerber für gemeldete Turniere sind bis zum Meldeschluss möglich. Bei späteren Abmeldungen oder bei Nichterscheinen am Start, gleich aus welchem Grund, muss die Meldegebühr entrichtet werden. Wird gemäß dieser Wettspielordnung, trotz zu später Abmeldung oder Nichterscheinen nicht gezahlt, so ist dieses Nenngeld spätestens beim nächsten gemeldeten Turnier mit zu entrichten. Wird wiederum die noch ausstehende Zahlung nicht geleistet, wird der betreffende Spieler (ohne wiederholte Zahlungsaufforderung) solange von den kommenden Wettspielen ausgeschlossen, bis dieser die volle Summe beglichen hat.


Teilnehmer

Jeder Teilnehmer an einem Wettspiel (Bewerber) ist verantwortlich für das Entrichten seines Nenngeldes vor Beginn des Wettspiels und die Richtigkeit der Eintragungen auf seiner Zählkarte. Jeder Teilnehmer ist verpflichtet, sich zehn Minuten vor seiner Abschlagzeit am Start einzufinden und sich beim Starter (soweit vorhanden) zu melden.


Distanzmessgeräte

Ein Spieler darf Entfernungsinformationen durch die Verwendung eines Entfernungsmessgeräts erlangen. Benutzt ein Spieler während der festgesetzten Runde ein Entfernungsmessgerät zum Abschätzen oder Messen anderer Umstände, die sein Spiel beeinflussen könnten (z.B. Höhenunterschiede, Windgeschwindigkeiten, usw.) verstößt der Spieler gegen Regel 14-3.


Golf-Cart´s

Grundsätzlich hat jeder Spieler die festgesetzte Runde zu Fuß zurück zu legen, es sei denn, das kurzfristige Fahren wird von der Spielleitung in der Einzelausschreibung des jeweiligen Turniers gestattet (Decision 33-1/8) z.B. dann, wenn eine körperliche Behinderung vorliegt, die im Schwerbehindertenausweis mit Status „G“ nachgewiesen wird. Werden Carts gemäß einer Einzelausschreibung zugelassen, so sind die „Allgemeinen Bedingungen für die Anmietung und Nutzung von E – Carts, des Golfclubs Essen –Heidhausen e.V.“, und die im Cart angebrachten Sicherheitshinweise, unbedingt zu beachten. (Aushang, bzw. Einsichtnahme im Sekretariat ) Die Cartnutzung kann wetter – und platzbedingt jederzeit vor oder am Wettspieltag noch untersagt werden. Die Mitbenutzung des Carts durch einen Flightpartner oder dessen Caddie oder Ausrüstung, dem keine Erlaubnis erteilt wurde, ist untersagt. Strafe für Verstoß: Disqualifikation. Sofern der Cart – Nutzer im Rahmen seiner Eigenverantwortung (z.B. wegen Gewitters oder gefährlicher Bodenverhältnisse) die Runde nicht beendet, wird das Spielergebnis des Betroffenen annulliert, d.h. bei vorgabewirksamem Wettspiel bleibt das Handicap unverändert.


Üben/Nachputten

Ein Spieler darf beim Spielen eines Loches keinen Übungsschlag machen. (Regel 7-2)
Zwischen dem Spielen von zwei Löchern darf ein Spieler keinen Übungsschlag machen,
außer er übt Putten oder Chippen auf oder nahe

  • dem Grün des zuletzt gespielten Loches
  • jedem Übungsgrün
  • dem Abschlag des nächsten in der Runde zu spielenden Lochs,

sofern ein Übungsschlag nicht aus einem Hindernis gemacht wird und das Spiel nicht unangemessen verzögert wird (Regel 6-7).


Zählkarte (Scorekarte)

Die persönliche Zählkarte muss mind. 15 Minuten (bei Kanonenstart mindestens 30 Minuten) vor der Abschlagzeit an der Ausgabestelle abgeholt und nach Beendigung der Runde nach Regel 6-6.b ohne Verzögerung im Sekretariat unterschrieben abgegeben werden. Nichtbefolgen kann zur Disqualifikation führen. Startverspätung: Trifft ein Spieler spielbereit innerhalb von fünf Minuten nach seiner Abspielzeit am Ort seines Starts ein, ist die Strafe für das Versäumnis, rechtzeitig abzuspielen, Lochverlust des ersten Lochs im Lochspiel oder zwei Schläge am ersten Loch im Zählspiel. Andernfalls ist die Strafe Disqualifikation.


Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel

Hat eine Spielergruppe nach Auffassung der Spielleitung den Anschluss an die vorhergehende verloren, so wird die Spielergruppe ermahnt. Wird danach eine Verbesserung des Spieltempos nicht festgestellt, wird der Spielergruppe mitgeteilt, dass ab sofort eine Zeitnahme durchgeführt wird. Die Zeitnahme beginnt, wenn der erste Spieler mit seinem Schlag an der Reihe ist. Überschreiten der erste Spieler die Zeit von ca. 60 Sekunden und die folgenden Spieler die Zeit von ca. 50 Sekunden für die Ausführung des Schlages, so wird dies als Verstoß gegen Regel 6-7 angesehen. Bei Wettspielen nach Stableford muss der Ball aufgenommen werden, falls kein Punkt mehr erreicht werden kann. Nimmt ein Spieler, dessen Spielergruppe den Anschluss an die vordere Partie verloren hat bzw. zeitlich zurückliegt, den Ball nicht auf, so kann dies von der Spielleitung nach Regel 6-7 als unangemessene Verzögerung bestraft werden.

Strafe bei Verstoß gegen Regel 6-7

  • Lochspiel: 1. und 2. Verstoß jeweils Lochverlust
  • Zählspiel: 1. Verstoß: 1 Strafschlag; 2. Verstoß: 2 Strafschläge und bei wiederholtem Verstoß Disqualifikation.

Es kann der einzelne Spieler oder der gesamte Flight mit diesen Strafen belegt werden.


Verstoß gegen die Etikette/unsportliches Verhalten

Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen die Etikette kann die Spielleitung den Spieler nach Regel 33-7. disqualifizieren. Verhält sich der Spieler grob unsportlich, so kann der Sportausschuss gegen den Spieler folgende Sanktionen verhängen:

  • Verwarnung
  • Befristete oder dauerhafte Wettspielsperre

Zähler

Der jeweilige Zähler wird von der Spielleitung festgelegt.


Wettspielleitung

Bei vorgabewirksamen Wettspielen wird die Spielleitung regelmäßig durch den Sportausschuss des Clubs für das betreffende Wettspiel bestimmt. Sie besteht in der Regel aus drei Personen (von denen die 3. Person erreichbar sein muss) und ist verantwortlich für die ordnungsgemäße Durchführung des Wettspiels. Die Aufgaben und Befugnisse der Spielleitung ergeben sich aus Abschnitt 1.3 des SWSH. Insbesondere kann die Spielleitung im Zuge dieser Aufgabe den Platz ganz oder teilweise für Nichtteilnehmer an dem Wettspiel sperren, über die Durchführung, Weiterführung und Annullierung des Wettspiels entscheiden, Änderungen in der Zusammenstellung von Flights vornehmen und alle sonstigen Maßnahmen für den geregelten Ablauf des Wettspiels ergreifen.


Spielunterbrechung/Abbruch

Für Spielunterbrechungen gelten grundsätzlich Regel 6-8 und Regel 33-2.d. Bei Spielunterbrechung ist die Lage des Balls zu kennzeichnen und der Ball ist aufzunehmen. Das Spiel darf erst wieder aufgenommen werden, wenn die Spielleitung dies verkündet. Bei Spielabbruch sind die Bälle aufzunehmen. Das Spiel wird nicht wieder fortgesetzt. Unabhängig davon hat jeder Spieler das Recht, bei Gewitter das Spiel eigenverantwortlich zu unterbrechen oder abzubrechen. Im Falle eines endgültigen Spielabbruchs werden für die betreffende Runde keine Preise vergeben.

  • Signal für unverzügliche Unterbrechung: 1 langer Signalton
  • Signal für Wiederaufnahme: wiederholt zwei kurze Signaltöne
  • Signal für Spielabbruch: 2 lange Signaltöne

Ergebnisse

Soweit in der jeweiligen Ausschreibung zu einem Wettspiel nichts anderes vermerkt ist, gilt für die Platzierung von Teilnehmern mit gleichen Ergebnissen bei Zählspielen die in Abschnitt 4.2.3.1 des SWSH (2016-2019) niedergelegte Regelung. Ein “All square” ausgehendes Lochspiel ist lochweise fortzusetzen, bis eine Partei ein Loch gewinnt (sudden death). Die Spielfortsetzung (das Stechen) hat bei unveränderten Wettspielbedingungen an demselben Loch zu beginnen wie das Wettspiel.


Doppelpreisausschluss

Jeder Bewerber kann in einem Wettspiel sowohl in der Brutto- als auch in der Netto-Wertung einen Preis gewinnen, soweit in der Einzelausschreibung nichts anderes festgelegt ist.


Ergebnisliste/Wettspielende

Nach der Siegerehrung eines Wettspiels wird eine Ergebnisliste veröffentlicht. Ein Wettspiel gilt mit der Bekanntgabe der Ergebnisse als beendet. Platzbespielbarkeit: Über die Bespielbarkeit des Platzes und eine eventuelle Turnierabsage entscheidet ein Gremium, welches aus dem für den Platz zuständigen Mitglied des Vorstandes (in Vertretung Sport/Jugendwart), der Wettspielleitung und dem Head-Greenkeeper besteht. Änderungen dieser Wettspielordnung sind dem Vorstand des Golfclubs vorbehalten. Die Spielleitung oder der GCEH sind nicht verantwortlich für Nachteile, die Bewerber dadurch erleiden, dass ihnen der Inhalt dieser Wettspielordnung, der Platz- und Spielordnung einschließlich der Platzregeln des GCEH nicht bekannt ist.


Vorgabewirksame Wettspiele

Die Ergebnisse der folgenden Wettspiele werden unter keinen Umständen als vorgabewirksam anerkannt:

  • Ergebnisse in Vierball-Zählwettspielen
  • Ergebnisse in Wettspielen über weniger als 18 Löcher.

Ausgenommen Ergebnisse in dafür ausgeschriebenen 9-Loch Turnieren der Vorgabenklassen 2 bis 6.

  • Ergebnisse in Wettspielen, die nicht in Übereinstimmung mit Golf- und/oder Platzregeln ausgetragen worden sind
  • Ergebnisse in Wettspielen, bei denen der Spieler als Partner eines anderen Spielers beteiligt war
  • Ergebnisse in Wettspielen nach Stableford und gegen Par, bei denen nicht die volle Spielvorgabe auf die Löcher verteilt worden war
  • Ergebnisse in Pro Am Turnieren

Erstmaliges Erlangen einer EGA-Vorgabe

Eine EGA-Vorgabe darf nur von ordentlichen DGV-Mitgliedern geführt werden. Diese DGV-Mitglieder dürfen EGA-Vorgaben nur für Spieler führen, die Amateure im Sinne des DGV-Amateurstatuts sind. Außerdem müssen es spielberechtigte Mitglieder mit einer auf mindestens zwölf Monate angelegten Mitgliedschaft sein und dieses DGV-Mitglied als Heimatclub haben.

Die höchste EGA-Vorgabe ist für Damen und Herren 54.

Eine EGA-Vorgabe kann in eine EGA-Spielvorgabe umgerechnet werden, die diese Zahl übersteigt. Ein Spieler erhält mit dem Erlangen der Platzreife oder Platzerlaubnis zunächst den Eintrag „PR“ im Vorgabenstammblatt. Solange er keine Vorgabe – 54 oder besser in einem vorgabenwirksamen Wettspiel oder einer EDS-Runde erspielt, behält der Spieler den Eintrag „PR“. Kinder erhalten mit erfolgreichem Absolvieren des DGV-Kindergolfabzeichens in Gold einen Eintrag „PR“, falls sie nicht bereits eine Vorgabe – 54 erspielen.

Eine erste EGA-Vorgabe von 54 oder besser erhält der Spieler, sobald er ein vorgabenwirksames Ergebnis von 36 Stableford-Nettopunkten oder besser erzielt. Er startet hierbei mit einer Spielvorgabe, die sich aus der Anrechnung einer EGA-Vorgabe – 54 für den betreffenden Platz ergibt. Diese erste Vorgabe kann vom Vorgabenausschuss nach Ziffer 3.16 angepasst werden, wenn besondere Umstände dies notwendig erscheinen lassen.

Die erste EGA-Vorgabe wird auf Basis des eingereichten Stableford-Nettoergebnisses wie folgt berechnet: Erste Vorgabe = 54 – [(Stableford-Nettopunkte –36)].


Extra Day Scores (EDS)

EDS- Runden (EGA- Stammvorgabe -54 bis -4,5 / Klasse 2-6) können auf dem Platz eines DGV-Mitgliedes gespielt werden. Der Zähler muss ein EGA-Handicap haben. Der Spieler muss sich zuvor im Sekretariat registrieren lassen. Die Zählkarte ist nach einer EDS – Runde unverzüglich im Sekretariat abzugeben. Wird keine Zählkarte eingereicht, erfolgt automatisch eine Heraufsetzung der DGV-Stammvorgabe um +0,1 bzw. +0,2. Für EDS-Runden gelten die Regularien des DGV-Vorgabesystems. EDS- Runden haben keinen besonderen Vorrang auf dem Golfplatz.Sofern die jeweilige Einzelausschreibung eines Wettspiels nichts anderes regelt, gilt die Wettspielordnung.

Der Vorstand